Werklok Pauline
Preußische T 3
Bei diesem Projekt des Arbeitskreises stand die Dampflok preußische T3 von 1901 auf dem Programm. Es ist eine der ehemaligen Werkloks der Berliner GASAG, ehemals I.C.G.A. (Imperial Continental Gas Association, ein damaliges englisches Gasversorgungsunternehmen). Eigentümer ist seit 1966 unser Förderverein des Technikmuseums Berlin.
An der Lok wurde durch ein T3-Team seit dem 26. Juni 2010 zunächst der Ist-Zustand ermittelt, um weitere Möglichkeiten der Restaurierung u. ä. einschätzen zu können.
Diese T3, genannt “Pauline“, wurde äußerlich aufgearbeitet und erhielt einen neuen Anstrich, der dem Anstrich der Außerdienststellung 1966 entspricht.
Nach einer Bestandsaufnahme des Zustandes der T3-Lokomotive wurde entschieden, sie optisch wieder in den Zustand ihres letzten Betriebsjahres zu versetzen. Wir haben mit mehreren T3-Teammitgliedern mehrmals an der Pauline geschraubt, Bauteile untersucht und ausgemessen, Lackproben genommen, etc.
Die Lok wurde per Tieflader nach Neustrelitz zur Aufarbeitung, Ertüchtigung und Lackierung gefahren. Um sie auf den Tieflader zu bekommen, mussten einige Teile, wie z.B. die Bahnräumer Luftkessel, Bremsgestänge und Bremswelle, durch das T3-Team abmontiert werden .
Nach der Rückkehr der Lok kam alles wieder zurück in den Ursprungszustand. Diese Arbeiten wurden im Depot der Monumentenhallen des Technikmuseums, unter Aufsicht der Anschlussbahn-Leitung durchgeführt.
Alle Triebwerksstangen wurden von uns per Hand entlackt. Nicht zu vergessen, einige Fabrikschilder
wurden neu angefertigt und montiert – es gibt ein Video dazu.
Einige unseres T3-Teams vom Arbeitskreis Eisenbahn.
Um durch die verschiedenen Brücken mit der Durchfahrtshöhe 4,20m zu kommen, musste der Schornstein demontiert werden.
Im Lokschuppen 1 unseres Museums steht die preußische Tenderlok T3 von 1901. Diese damalige Privatbahnlok war bei dem „Gaswerk Berlin-Mariendorf“ bis ca. 1966 im Verschiebedienst von schweren Kohlezügen eingesetzt. Die T3 passt konstruktiv in die Baureihe 89.70, wurde jedoch als Privatbahnlokomotive nicht in das DRG-Nummern-Schema eingegliedert.
Unsere T3 wurde vom Lokomotivhersteller „Berliner-Maschinenbau-Actien-Gesellschaft“ (vormals Louis Schwartzkopff Berlin – vermutlich im Werk Wildau) mit der Fabriknummer (Kesselnummer) 3019 nach dem Musterblatt (Normalie) der Preußischen Staatseisenbahnen M III-4 e [3. Auflage] gebaut.
Die Bauart C n2t ist eine dreifach gekuppelte Nassdampf-Tenderlok mit 2 Zylindern, die auf die mittlere Kupplungsachse (Treibachse) wirken.
Die drei angetriebenen Achsen haben demnach die Achsfolge C. Eine weitere Klassifizierung neben der Baureihe ist die Gattung Gt 33.11 mit dem Einsatzzweck und Achslast (Güterzug-Tenderlok mit 3 angetriebenen von 3 Radsätzen insgesamt, und der Achslast 11 t).

Von diesen Lokomotivarten wurden in verschiedenen Fabriken über 1500 Stück hergestellt.
Weitere Information unter: Wikipedia.











