Veranstaltungen & Exkursionen
2025
Besuch bei Alstom Hennigsdorf
Perfekt ausgestattet kann es losgehen.

Für das leibliche Wohl abends im Restaurant am Wasser war gesorgt.
Besucherbergwerk F60

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Am 05.10.2024 machten sich die Mitglieder des Arbeitskreises Eisenbahn auf den Weg nach Lichterfeld in der Lausitz, um das Besucherbergwerk F60 zu besichtigen.
Bei der F60 handelt sich um eine ehemalige Abraumförderbrücke am Bergheider See, die 1991/1992 im Braunkohletagebau Klettwitz Nord eingesetzt war. Der Gigant der Technik ist 502 m lang, 204 m breit, 80 m hoch und 11.000 t schwer.
Die Abraumbrücke, eine der 5 größten beweglichen technischen Arbeitsmaschinen der Welt, ist die letzte von fünf, die vom Kombinat TAKRAF gebaut wurde. Die Montage erfolgte zwischen 1989 und 1991. Im Zeitraum vom 05.02.1991 bis zur Stilllegung am 30.06.1992 wurden 27 Mio. m³ Abraum bewegt. Die Förderbrücke wird auf Grund der Maße und der vergleichbaren Konstruktion auch als liegender Eiffelturm der Lausitz bezeichnet.
Seit 1998 ist die Förderbrücke für Besucher zugänglich. Im 74 m Höhe befindet sich eine Aussichtsplattform. Wir waren beeindruckt von diesem Giganten und erfuhren bei der Führung viel Interessantes. Ein bisschen schwindelfrei musste man beim Weg nach oben allerdings sein. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall, denn die Aussicht von oben war grandios.
Der spannende Ausflug klang bei einem deftigen Imbiss in der Kantine aus.
Karin Kamitz
2024
Siemensbahn

Hier steht die Gruppe und was man sonst so sieht :-)

Der „Goldene Herbst“ machte seinem Namen alle Ehre, als sich am 11. Oktober 2024 bei schönstem Sonnenschein 23 Mitglieder des FDTM um 14 Uhr am im Dornröschenschlaf schlummernden S-Bahnhof Wernerwerk trafen. Thema der Exkursion: Die Wiederbelebung der 1980 stillgelegten Siemensbahn.
Die 1929 eröffnete 4,5 km lange S-Bahn-Strecke führt vom Bahnhof Jungfernheide nach Gartenstadt. Zweck des Projekts war es, die Siemens-Werke an den Berliner S-Bahn-Ring anzubinden und für die dort Beschäftigten einen raschen Zugang zu den Arbeitsplätzen in der Siemensstadt zu erreichen. Den Bau der Trasse und die Ausrüstung der Bahnhöfe lag bei der Siemens-Bauunion, zudem stellte der Siemens-Konzern das Gelände bereit. Der Betrieb unterlag der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft (DRG). Nach dem Reichsbahnerstreik im September 1980 wurde der S-Bahn-Betrieb auf der Siemensbahn nach 51 Jahren eingestellt.
Anlass für die Wiederbelebung der Siemensbahn ist das Bauprojekt Siemensstadt Square, dem neuen Quartier auf dem Industriegelände in Spandau. In seiner Begrüßung erläuterte Thomas Rüffer von der DB InfraGO AG den Teilnehmern der Exkursion zunächst den Umfang des Projekts. Für die Reaktivierung der Bahn werden u.a. rund 30 Brücken saniert oder neu gebaut, 15 Kilometer Gleis neu verlegt, 70 neue Weichen eingebaut, zudem wird neue Signaltechnik installiert. Die historischen Bahnhöfe Wernerwerk, Siemensstadt und Gartenfeld werden unter strengen denkmalschützerischen Vorgaben grundlegend saniert und auf den aktuellen technischen Stand gebracht. Dies gilt auch für das ebenfalls unter Denkmalschutz stehende aus 71 Stahlelementen bestehende Viadukt. Thomas Rüffer hob hervor, dass nicht zuletzt der Denkmalschutz das ganze Projekt zu einer besonderen Herausforderung macht.
Das wurde den Exkursionsteilnehmern deutlich vor Augen geführt, als sie von Thomas Rüffer in das Innere und auf den Bahnsteig des Bahnhofs Wernerwerk geführt wurden. Der marode Zustand verlangt schon einiges an Fantasie, sich vorzustellen, wie die „alte Pracht“ wohl wiedererstehen wird. Vom Bahnhof Wernerwerk aus ging es dann entlang der Trasse zu Fuß in Richtung Bahnhof Siemensstadt. An Ende des Viadukts geht der Bahnkörper in einen Damm über, den sich die Natur längst zurückerobert hat. Auf der Strecke konnte Thomas Rüffer noch zahlreiche kundige Erläuterungen geben und auf die Fragen der interessierten Teilnehmer eingehen, so z.B. über die Errichtung einer überdachten Abstellanlage am Bahnhof Gartenfeld oder den Bau 2neuer Bahnsteige u.a. am Bahnhof Jungfernheide, um die Einfädelung der Siemensbahn in den S-Bahn-Ring sicherzustellen. Am Bahnhof Siemensstadt dann nochmals die Gelegenheit, sich vom Zustand dort ein Bild zu machen. Die milde Herbstsonne tauchte die verfallene Bahnanlage in ein stimmungsvolles Licht. An Ende der zweistündigen Exkursion galt der Dank der Teilnehmer Thomas Rüffer und seiner Expertise sowie der Zeit, die er sich genommen hatte.
Die Wiederaufnahme des Betriebs auf der Siemensbahn ist übrigens für 2029 geplant.
Gerhard Forck
Ein Blick hinter die Kulissen im ICE-Instandhaltungswerks Berlin-Rummelsburg
20 Mitglieder des FDTM hatten am 11.11.2025 Gelegenheit, das ICE-Instandhaltungswerk in Berlin-Rummelsburg zu besuchen.
DB Fernverkehr betreibt bundesweit Instandhaltungswerke an neun Standorten. Das drittgrößte ist mit einer Betriebslfäche von 625.000 m² das Werk in Berlin-Rummelsburg. Es handelt sich um ein modernes Werk mit langer Historie: Der älteste Werkteil ist bereits seit mehr als hundert Jahren in Betrieb. 1997 begannen die Arbeiten an der heutigen Triebzuganlage.
Hier erfolgt die Bereitstellung und Instandhaltung aller 4 ICE-Baureihen. In vier Werkhallen mit insgesamt 10 Behandlungsgleisen werden täglich 75 Züge nach der Innen- und Außenreinigung, der Wasserversorgung und -entsorgung, der Logistik Bordgastronomie und dem Aufspielen der Zugdaten (z.B. Fahrtverlauf und Reservierungsdaten) bereitgestellt.
Im Durchschnitt werden täglich 24 ICE-Züge gewartet und repariert. Dazu gehören verschiedene große und kleine Instandhaltungsintervalle und Revisionen. Rund 800 Mitarbeiter arbeiten hier teilweise im Dreischichtsystem (auch an Sonn- und Feiertagen). Da die Züge am Tag unterwegs sind, liegt der Hauptschwerpunkt der Arbeiten in der Nacht.
Etwa 250 ICE-Züge fahren täglich durch Deutschland. Nach 8.000 Laufkilometern muss ein ICE regulär zur Revision. Das kann zwischen 90 Minuten und zehn Tagen dauern.
Die Teilnehmer an der Exkursion waren beeindruckt von der Sauberkeit im Werk und den Dimensionen der Hallen. Diese sind 800 m lang, deshalb werden den Mitarbeitern Fahrräder zur Verfügung gestellt.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Hans-Dieter Mettke und Andre Ketzer für die interessanten Ausführungen
Karin Kamitz
2023
Besuch der Baustelle Ostbahnhof
(Klick in die Fotos zeigt eine größere Ansicht)
Christian Reder von der DB Engeneering & Consulting GmbH führte uns mit großem Fachwissen, viel Begeisterung und Humor über die Baustelle. Neben den technischen Fakten gab es auch viele Geschichten und Anekdoten rund um das Baugeschehen.
Wir konnten gemeinsam mit dem Bauleiter auf die Zwischenebene gehen, die bauseits verschieblich installiert wurde, um die Fenster und die Dachkonstruktion zu bearbeiten.
Wer wollte, konnte auch ganz nach oben auf das Bahnhofsdach steigen. Die erforderliche Gerüstkonstruktion auf den Bahnsteigen musste die Weiterführung des Bahnbetriebes während der Baumaßnahme gewährleisten. Es wurde eine Schutzbrücke mit integriertem Hebezeug errichtet, damit auch gebaut werden kann, wenn Züge fahren.
EDIT (10.04.2026): Hier ein Interessanter externer Beitrag zu den inzwischen beendeten Sanierungsarbeiten (Link) und noch weitere Fotos von der Führung am 19.04.2024 (© Michael Haase):
Buckow
Am 3. Oktober 2023 am Bahnhof Lichtenberg. Um 9:30 hält ein alter BVB-Doppeldecker DO 56 auf der Busspur des Bahnhofs Lichtenberg. Huch, hat die BVG so wenig Busse, dass sie schon auf solche Oldtimer zurückgreifen muss? Aber nein, eine muntere Schar von 27 Teilnehmern des Fördervereins des Technikmuseums Berlin findet sich ein! Heute ist der Jahresausflug geplant.
Pünktlich um 10:00 geht´s los. Über die B1 verlassen wir die Stadt. Weiter lassen wir Rüdersdorf und Müncheberg hinter uns. Mit 50 km/h Höchstgeschwindigkeit geht’s nach Buckow in der „Märkischen Schweiz“ zur dortigen Museumsbahn. Um 11:30 treffen wir ein.
Dort bekommen wir im alten Bahnhofsrestaurant mit viel Humor eine Einweisung über die Geschichte der Bahnlinie Müncheberg-Buckow. Es schließt sich eine Führung durch das Museum, den Lokschuppen und die Energiezentrale zur Umspannung des Bahnstroms von Wechsel- auf Gleichstrom an. Um 13:30 können wir ein leckeres Mittagessen im Hotel „Märkische Schweiz“ zu uns nehmen. Es ist nach einem kurzen Fußmarsch vom Bahnhof zu erreichen.
Nach dem Essen stand noch eine Mitfahrt mit dem elektrischen Zug von Buckow nach Müncheberg und zurück an. Die Rückfahrt nach Berlin startete um 16:20 Uhr. Hier ging die Fahrt durch Buckow über Strausberg wieder zum Bahnhof Lichtenberg. Gegen 18:00 ging damit ein schöner Ausflug zu Ende.
Anmerkung von mir zum „Tag der deutschen Einheit“! Hier haben ehemals in Ost und West geborene mit viel Spaß und Freude in einem historischen Bus aus Berlin einen Ausflug nach Brandenburg unternommen.
Das ist in meinen Augen „gelebte Einheit“. Unser Dank gilt der Busbesatzung vom Oldtimer-Bus-Verein Berlin und den Aktiven der Buckower Kleinbahn.
Lutz von Mezynski















